Was ist Huna?
Das Wort hawaiianische Wort Huna steht für das Wissen von der unsichtbaren Seite der Dinge & basiert auf einer sehr alten polynesischen Lebensphilosophie. Ihre Meister wurden auch Kahunas genannt. Der Begriff Huna selbst ist hauptsächlich von Max Freedom Long geprägt worden, einem amerikanischen Sprachwissenschaftler. Er hatte im letzten Jahrhunderts einige Male die wunderbaren Inseln Hawaii’s besucht und erforscht. Ihm ist es zu verdanken, dass sich Menschen inzwischen weltweit für die hawaiianische Kultur interessieren.

Die Anwendung ihrer alten, schamanistischen Techniken war den Einwohnern von Hawaii bis in die Siebzigerjahre des 20igsten Jahrhunderts gesetzlich verboten. Sie wurden aber im Untergrund geschützt & weiter praktiziert. Einige Kahunas beschlossen, das Wissen an Ausländer weiterzugeben, damit alle Menschen Nutzen daraus ziehen mögen. Durch die Verbote hatten auch einige Einheimische ihr Interesse an den Huna- Lehren bereits verloren.
Der Psychologe, Serge King, wurde neben anderen in die Lebensphilosophie von Huna eingeweiht. Er schrieb sie in eine moderne Sichtweise um, die er gleichfalls Huna nannte. Seit einigen Jahren arbeitet er mit seinen Lehren überall auf der Welt.
Dennoch sind nicht alle Hawaiianer glücklich mit dieser Adaption ihrer alten Lebensphilosophie, wenn auch die Popularität der hawaiianischen Lebensphilosophien im Ausland dazu geführt hat, dass sich auch die Einheimischen wieder für das "alte Wissen" interessieren.
Die Polynesier seien die glücklichsten Menschen der Welt, so hieß es vor kurzem in einem Bericht. Na klar, so wird suggeriert, Sonne, Sand und Meer gibt es in Hülle und Fülle. Außerdem sei der Umstand ausschlaggebend, dass sie hauptsächlich vom Tourismus leben, also nicht schwer arbeiten müssen.
Soweit – so gut. Man sollte das Leben dennoch nicht nur vordergründig betrachten & wir schauen uns nun Ihre Lebensphilosophie, die Huna -Lehren, etwas genauer an.
Die Huna -Lehren entstammen einer ausführlichen Beobachtung des Lebens. Dabei sind sie überwiegend praktisch orientiert, kennen dessen ungeachtet drei Bewusstseins-Ebenen.
1)Der Herz-Aspekt namens Ku, steht für Gedächtnis sowie Körper. Seine Hauptfunktion ist das Erinnern.
2)Der Verstandes-Aspekt, Lono genannt, wird mit Bewusstsein verglichen. Er ist sich aller inneren wie äußeren Einflüsse bewusst. Seine Hauptfunktion ist Entscheiden.
3)Der Geist-Aspekt, Kane oder Aumakua. Das Kane bringt uns Inspiration. Seine Hauptfunktion ist Kreativität. Es steht für das Göttliche in uns.
Aus diesen 3 Ebenen sind 7 Prinzipien abzuleiten:
Als erstes Prinzip der Huna -Lehre steht die Ansicht: „Die Welt ist das, was wir von Ihr glauben.“ Es besagt, dass Glaube im Sinne von ‚absolutes Vertrauen in etwas’ oder ‚überzeugt sein von etwas’, Wahrheiten erschafft bzw. das, was wir als unsere Realität wahrnehmen.
Das zweite Huna -Prinzip sagt: „Es gibt keine Grenzen.“ Das Universum ist demnach unendlich, was heißt, alles, was wir tun, beeinflusst alles andere, ebenso die Welt um uns herum. Ganz klar, weil es keine Grenzen gibt, steht alles mit allem in Verbindung, ob wir es nun wahrnehmen oder nicht. Unsere Sinne sind eben begrenzt.
Negativität & schlechte Laune sollte man aus diesem Blickwinkel auch nicht allzu lange mit sich herum schleppen – sie strahlen auf die Umgebung aus.
Im dritten Prinzip sprechen die Kahunas vom Fluss der Aufmerksamkeit. Dort, wo Aufmerksamkeit ist, wird Energie freigesetzt und diese zieht ihre eigenen Inhalte an. Aufmerksamkeit kann sowohl positiv als auch negativ besetzt sein – dem Prinzip ist das egal.
Das vierte Huna -Prinzip spricht vom Hier und Jetzt, dass jetzt der Augenblick der Kraft sei. Erinnerungen und Zukunftsgedanken haben keine reale Kraft, weil sie nur im Kopf stattfinden und verhindern, dass wir vorwärts gehen.
‚Aloha’nennt sich das fünfte Huna -Prinzip. Es erzählt uns vom Lieben. Nach diesem Prinzip bedeutet Liebe glücklich sein mit zwei Gegebenheiten. Mit dem, was Du hast und mit Deinem Traum. Wie wundervoll wird es da, jemanden mit Aloha zu begrüßen, wie es auf Hawaii üblich ist.
Das Wort ‚Mana’ beschreibt eine Kraft, die dem Inneren erwächst. Aus diesem sechsten Huna Prinzip wird deutlich, dass niemand Macht über uns hat, sind wir uns der inneren Quelle bewusst.
Wirksamkeitist das Maß der Wahrheit, so lautet das siebte Huna –Prinzip. Wenn eine Methode einmal nicht funktioniert, sollte eine andere gewählt werden. Es kommt auf die gewünschte Wirkung an, nicht auf eine Methode. Wer einen Traum hat, findet somit auch die Mittel, ihn umzusetzen.
Lässt sich diese Lebensphilosophie bei uns im Westen wirklich anwenden? Ja – es ist möglich, damit mehr persönliche Kraft zu erfahren, sowie einen höheren Sinn im Leben zu entdecken. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das, was wir wollen, statt auf das, was wir nicht wollen. Weg von Wut und Angst, die zu nichts Gutem führen, hin zu dem, was tatsächlich erstrebenswert erscheint.





